Sanfte Hundeerziehung Hundeschule + Verhaltenstraining

 

 

Stubenreinheit

 

Ein Welpe ist vergleichbar mit einem Baby, das auch noch nicht trocken ist.

Der Schließmuskel funktioniert noch nicht, wie bei einem erwachsenen Hund.

Auch muss der Hund erst lernen, was Sie von ihm wollen.

Bis ein Hund stubenrein ist, dauert es Tage bis Wochen;

es ist von Hund zu Hund unterschiedlich.

 

Tragen Sie Ihren Welpen nach draußen, so dass er sich  auf einem

weichen Untergrund (Feld, Waldboden oder Wiese) lösen kann,

also sein Geschäft machen kann und zwar:

 

- nach dem Spielen

- nach dem Schlafen

- nach dem Fressen

- wenn er sich im Kreis dreht

- wenn er unruhig wird

- wenn er vor der Tür steht

- wenn er öfters zur Ausgangs- oder Terrassentür schaut

- wenn er fiept

 

Achten Sie auf alle verschiedenen Anzeichen – Ihr Einsatz lohnt sich !

 

Beim Lösen ist es wichtig, auf eine ruhige Umgebung zu achten,  

in der der Welpe nicht abgelenkt werden kann.

Während der Welpe sein Geschäft verrichtet, loben Sie ihn bitte nicht, sonst

kann es sein, dass er diesen Vorgang unterbricht, weil er

durch Sie abgelenkt wird.

Wenn er fertig ist, loben Sie ihn mit ruhiger und freundlicher Stimme.

 

Auch nachts tragen Sie ihn anfangs alle 2 Stunden hinaus, später können

die Intervalle langsam länger werden.

Die Blase des Welpen muss sich erst daran gewöhnen, einhalten

zu können – genauso wie bei Kleinkindern.

Damit Sie die „Nacht-Termine“ nicht verpassen, stellen Sie sein Körbchen

neben Ihr Bett, so können Sie bei den ersten Anzeichen sofort handeln.

 

Sperren Sie ihn NICHT in eine Box, für den Hund ist es sehr unangenehm,

sich im eigenen „Schlaf-Bereich“ zu lösen. Zusätzlich wird er es, so lange es geht,

einhalten, was weder für die Psyche noch die Blase gesund ist und Stress auslöst.

 

Falls „es“ doch einmal passiert:

-Wenn Sie den Zeitpunkt erwischen, in dem sich Ihr Welpe doch einmal in der

Wohnung grade lösen will, unterbrechen Sie seine Handlung verbal mit einem

kurzen „nein“, heben Sie ihn sofort hoch und tragen Sie ihn nach außen.....

- Wenn „es“ schon passiert ist: beseitigen Sie es kommentarlos.

In beiden Fällen ignorieren Sie das Missgeschick: also: den Hund nicht ansehen,

nicht ansprechen, nicht anfassen und erst recht nicht strafen (weder verbal noch körperlich).

 

 

Bitte nicht  !

 

Strafen Sie Ihren Hund nicht, er könnte das mit Ihnen anstatt mit seinem Tun

in Verbindung bringen und Angst bekommen –

kein guter Schritt für das weitere vertrauensvolle Zusammenleben  ... !

Noch dazu könnte er dazu übergehen, sich nur noch zu lösen, wenn Sie nicht anwesend sind.....

 

Nicht mit Essigreiniger säubern, da dieser den Hund zum urinieren anregt.

 

„Kommando“-Wörter zum Koten oder Urinieren sind gefährlich und unnötig.

Ihr Hund wird sich nicht lösen, wenn er MUSS, sondern verzweifelt auf Ihr

Signalwort warten. Das bedeutet psychischen und körperlichen Stress;

er kann Magen oder Blasenschmerzen bekommen.

Und was ist, wenn sie das Signalwort grade mal vergessen, weil Sie sich

angeregt unterhalten ? Oder ein Familienmitglied oder Gassi-Gänger weiß nichts

von diesem Wort ? Oder der Hund muss einfach schon, wenn Sie noch nicht

eine in Ihren Augen geeignete Stelle erreicht haben. Oder der Hund möchte traut

sich nicht, weil genau an dieser Stelle es nach für ihn unangenehmen Dingen riecht.

 

Stellen Sie sich vor, SIE dürfen erst zur Toilette gehen, wenn eine

andere Person es GESTATTET (oder auch nicht...).

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